Der Buddybär und seine Geschichte

Als Herr Kögel mit seinen Reiseveranstaltungen einem besonderen Jahrestag entgegen sah, dachte die Familie intensiv nach, was man ihm wohl schenken könnte. Und da sie gerade in Berlin-Mitte war, stolperten sie über die Buddy-Bären. Ein Anruf bei mir und ein bisschen Nachdenken genügte, und schon war der Entschluss gefasst: Aus dem Bären sollte ein Kögel Reisebär werden. Schneller gesagt, als getan. Die Höhe des Bären kannte ich wohl. Aber welche Flächenabwicklung sich auf dem großen Tier befindet, - das hatten wir weit unterschätzt. Und wo sollte die Metamorphose vom nackten, fleckigen Rohbären zum Reisebären stattfinden, ohne alles zu verraten? Gute Freunde wurden gefunden, die ihren Keller zur Verfügung stellten und sich mit guten Ratschlägen beteiligten. - Ich hatte mir gedacht, die allgemein bekannten Zeichnungen aus dem Katalog zu verwenden. Ganz so einfach war das aber nicht. Schließlich weist der Bär einige Rundungen auf, und zu kleine Zeichnungen verschwanden auf den Weiten des geglätteten Zotteltieres. Also musste mit technischen Hilfsmitteln vergrößert und die Bilder übertragen werden. Besonders die Erdkugel war in dieser Hinsicht ein Problem; denn die Landkarten sind flach, der Globus ist rund - doch des Bären Bauch ist weder rund noch flach. Natürlich führen Kögelreisen in noch viel, viel mehr Länder als dargestellt, doch der "Rat der Weisen" beschloss, dass zu viel auch nicht gut ist. So wurde der Bär lackiert, dem Besitzer übergeben und fristete von da an sein Leben im Wohnzimmer. Von Freiheitsgedanken erfüllt brummte er so lange vor sich hin, bis der gefrorene Boden aufgetaut war und der Bär noch einmal einen wetterfesten Mantel erhalten hatte. Und damit der Bär nicht davongetragen oder gar durch eine Sturmböe zu Fall gebracht werden könnte, erhielt er eine feste Verankerung im Boden. Dann verschwand er für eine kurze Zeit unter einem Bettbezug und wartete auf seinen Auftritt. Anlässlich des 35. Firmenbestehens war der große Tag gekommen. Gute Freunde und viel Sonnenschein erschienen zum Tag der Enthüllung. Der Regierende Bürgermeister, Herr Wowereit, der einige Studienreisen mitgemacht hat, traf ebenfalls ein und löste mit munteren Worten den Schleier von dem Bären. Nun steht er da im Vorgarten, der Reisebär, winkt allen Besuchern freundlich zu und strahlt sie an. Und wie viele Reiseländer auf ihm verewigt sind, das kann man nur erfahren, wenn man den Bären ganz genau anschaut!
Viel Spaß dabei und weiter gute Studienreisen wünscht herzlich Ilse Kock.